Kreistagsfraktion vor Ort in der Samtgemeinde Elbmarsch / Öffentlicher Personennah- verkehr am Dreiländereck, Gewerbeentwicklung und Windenergie in der Diskussion

SPD-Landratskandidat Thomas Grambow und Samtgemeindebürgermeister Rolf Roth am Schnellbus nach Bergedorf. Mit dabei sind auch Prof. Dr. Jens-Rainer Ahrens und weitere Mitglieder der Gruppe SPD/Unabhängiger im Kreistag.
 

SPD-Landratskandidat Thomas Grambow und Samtgemeinde-bürgermeister Rolf Roth am Schnellbus nach Bergedorf. Mit dabei sind auch Prof. Dr. Jens-Rainer Ahrens und weitere Mitglieder der Gruppe SPD/Unabhängiger im Kreistag.

 

Die Gruppe SPD/Unabhängiger im Kreistag besuchte in ihrer Reihe „Kreistagsfraktion vor Ort“ jetzt die Samtgemeinde Elbmarsch. Samtgemeindebürgermeister Rolf Roth berichtete zum Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) und zur Entwicklung der Samtgemeinde. Diskussionsthema war auch das in der Aufstellung befindliche Regionale Raumordnungsprogramm (RROP) des Landkreises und die Nutzung der Windenergie. Mit vor Ort war auch der Landratskandidat der SPD, Thomas Grambow.

 

SPD-Samtgemeindebürgermeister Rolf Roth stellte zunächst die Situation des ÖPNV in der Samtgemeinde Elbmarsch dar. Seit den 90er Jahren existiere ein Schnellbus in Richtung Bergedorf, und er werde gut angenommen. In der Kernzeit morgens und am späten Nachmittag wird ein Halbstundentakt angeboten, dazwischen fährt der Bus allerdings nur stündlich bzw. alle zwei Stunden. Das Besondere der Samtgemeinde Elbmarsch sei ihre Lage am Dreiländereck von Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen. Die verschiedenen Mitgliedsgemeinden orientieren sich teils in Richtung Lüneburg, nach Geesthacht und Bergedorf sowie nach Winsen. Die Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln kann noch verbessert werden. Die Vertaktung der verschiedenen Busangebote laufe grundsätzlich gut. Verbesserungsfähig sei allerdings zum Teil die Zusammenarbeit der Bundesländer, insbesondere was das Baustellenmanagement und die Information an die Gemeinden zu Baumaßnahmen anbelangt. Stark belastet mit über 20.000 Kfz/Tag ist die B 404 mit der Brücke über die Elbe. Hier kommt es regelmäßig zu Staus und in der Folge zu Rückstaus von der Elbbrücke bis auf die Elbuferstraße. Ein möglicher Ausbau dieser Ostumfahrung Hamburgs zu einer A 21 kann allerdings in Zukunft noch zu Diskussionen führen. 

Große Fortschritte in der Elbmarsch machen derzeit die Radwege in der Samtgemeinde Elbmarsch. Neben der Unterführung des Elberadwegs an der Elbbrücke sind – nach jahrzehntelangem Vorlauf - zahlreiche weitere Radwege im Bau und in der Planung. Im letzten Jahr wurde der Radweg an der K 81 zwischen Niedermarschacht und Eichholz eingeweiht. Die Weiterführung dieses Radwegs nach Oldershausen und bis zur Kreisgrenze ist ebenfalls in Vorbereitung. Hinzu kommen die Radwege an der K 2 zwischen Tönnhausen und Hunden, der dieses Jahr gebaut werden soll, und von Hunden weiter nach Oldershausen, dessen Bau in den Folgejahren ansteht. Die Gemeindebürgermeister von Marschacht, Claus Eckermann, und von Drage, Uwe Harden, sind seit vielen Jahren für die SPD im Kreistag und setzen sich hier für den Radverkehr ein. 

Zum Thema Radverkehr erklärt der SPD-Landratskandidat Thomas Grambow: „Der Landkreis Harburg hat rund 300 km Radwege an 440 km Kreisstraßen. Ich begrüße es, wenn der Landkreis als Straßenbaulastträger in Radwege investiert und so den umweltfreundlichen Radverkehr stärkt. Neben Lückenschlüssen ist das Straßen-Sanierungsprogramm mit der Maßnahmenliste für Radwege ein guter Ansatz, die Qualität der Radwege im Landkreis Harburg langfristig zu erhalten und zu verbessern.“ 

Samtgemeindebürgermeister Rolf Roth berichtete weiter zur wirtschaftlichen Entwicklung der Samtgemeinde Elbmarsch. Der erste Bauabschnitt im Gewerbegebiet Eichholz ist komplett vergeben, weitere Flächen sind in der Entwicklung. 

Ein weiteres Thema war die Energiewende und die Nutzung der Windkraft vor Ort. Dazu erklärt der Vorsitzende der Gruppe SPD / Unabhängiger im Kreistag, Prof. Dr. Jens-Rainer Ahrens: „Die Elbmarsch ist nach einer Studie eine der windhöffigsten Regionen im ganzen Landkreis Harburg. Allerdings gibt es hier auch besondere Probleme mit dem Vogelschutz. Bei der Aufstellung des Regionalen Raumordnungsprogramms und der Ausweisung von Flächen für die Windenergie wird daher genau geprüft werden müssen, was möglich ist. Wir würden es begrüßen, wenn eine oder mehrere Flächen für die Nutzung der Windenergie gefunden werden können.“ 

Die Gruppe SPD/Unabhängiger im Kreistag nahm viele Eindrücke und Anregungen für die weitere Arbeit im Kreistag von ihrem Besuch in der Elbmarsch mit.

 
    ÖPNV     Energie     Menschenrechte     Mobilität
 

 


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