"Das System durchrütteln"

 

Doris Schröder-Köpf (l.) und Svenja Stadler im Gespräch mit Teilnehmern am Darius-Projekt: Abraham Simon Derar (r.) und Darius Zozo.

 

Doris Schröder-Köpf, SPD-Landtagsabgeordnete und gleichzeitig Niedersachsens Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, besuchte jetzt auf Initiative Svenja Stadlers das Darius-Projekt in Winsen. Träger des Flüchtlingsausbildungsprojektes ist der Kirchenkreis Winsen in Kooperation mit der Stadt Winsen. "Wir bräuchten einen Rucksack, aus dem je nach Bedarf die Maßnahmen entnommen werden könnten, die ein Flüchtling auf dem Integrationsweg benötigt“, sagte Schröder-Köpf während des Termins.

 
 

Die Abgeordneten mit Projekt-Beteiligten am Lehrlingswohnheim.

Schröder-Köpf, der das Projekt vertraut ist, die aber erstmals hierfür vor Ort war, zollte den Beteiligten hohen Respekt für deren Einsatz und Kraftanstrengungen, die gute Sache am Laufen zu halten, obwohl die Umstände längst nicht optimal seien. „Wir sind de facto, allerdings nicht systemisch ein Einwanderungsland“, so die Landesbeauftragte. „Wenn die Integration der Zugewanderten aber auf lange Sicht und nachhaltig gelingen soll, muss das System ordentlich durchgerüttelt werden.“ Die Idee vom „Rucksack“, aus dem man sich Zeit oder Geld fischen kann, wann immer es nötig ist (z. B. um einen Sprachkurs zu machen) kam bei den Projekt-Beteiligten gut an. Er wäre ein Gegenkonzept zu den allzu bürokratisch aufgebauten und oft hinderlichen Bestimmungen. 

Nach einem Austausch in der Superintendentur, bei dem Vertreter des Kirchenkreises Winsen, der Stadt, des Herbergsvereins sowie aus den Reihen der Ehrenamtlichen mit Doris Schröder-Köpf sprechen konnten, besuchte die Landesbeauftragte noch das Lehrlingswohnheim in der Deichstraße. Dort traf sie auf mehrere Teilnehmer am Projekt, unter anderem auf den Namensgeber Darius Zozo von der Elfenbeinküste.

 
 
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