GEW-Resolution bestätigt: Pläne von CDU und FDP be-deuten das Ende der Ganztagschulen in Niedersachsen

Foto: Stephan Politze

Stefan Politze
Schulpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion

 

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Niedersachsen hat am Montag einen neuen Vorstand gewählt und eine Resolution verabschiedet, die die Pläne der Opposition von CDU und FDP im Bildungsbereich massiv kritisiert.

 

„Im Namen der SPD-Landtagsfraktion gratuliere ich Laura Pooth und ihren Kolleginnen und Kollegen im GEW-Vorstand ganz herzlich zu ihrer Wahl. Wir sind uns mit der GEW absolut einig, dass die Pläne von CDU und FDP im Bildungsbereich einen Angriff auf die moderne Schule in Niedersachsen dar-stellen“, so der schulpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Stefan Politze.

„Wer wie die CDU die Funktionärin eines Wirtschaftsverbandes als „Schat-tenministerin“ für den Kultusbereich ausruft, zeigt ganz deutlich, wessen Geistes Kind er ist. Der Spitzenkandidat der Union, der wie kein anderer für das Turboabitur nach 12 Jahren steht, will in Niedersachsen Schulen, die wie
Unternehmen geführt werden und rigoros alles von der Stundentafel streichen,
was nicht in dieses ökonomische Weltbild passt“, kritisiert der SPD-Politiker.

Die GEW kritisiert in ihrer Resolution sowohl die Pläne der FDP, für die 1.800
Ganztagsschulen in Niedersachsen nur noch 400 Lehrkräfte bereitzustellen,
als auch die Ankündigung der CDU, die Personalausstattung für Inklusion,
Sprachförderung und den Ganztag zu kürzen.

Stefan Politze erklärt dazu: „Die GEW hat völlig Recht, wenn sie in Bezug auf
diese Pläne vom Ende der Ganztagsschulen in unserem Land spricht. Wir
haben in den letzten viereinhalb Jahren große Anstrengungen unternommen,
um den Ganztag in Niedersachsen flächendeckend auszubauen, um Verlässlichkeit zu schaffen und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu erleichtern. Mit ihrer populistischen und einseitigen Fixierung auf die Unterrichtsversorgung will die Opposition diese Errungenschaften, von denen mittlerweile mehr als 70 Prozent der Schülerinnen und Schüler in Niedersachsen profitieren, einfach wieder abwickeln.“

„Wir werden da nicht mitmachen, weil wir ein anderes Bild von guter Schule
haben“, so der SPD-Bildungsexperte: „Wir werden auch in der nächsten Legislaturperiode dafür sorgen, dass die Ganztagsschulen in Niedersachsen
diesen Namen verdienen und auch am Nachmittag mit gut ausgebildeten
Lehrkräften ausgestattet sind. Wir haben die Fehler unserer schwarz-gelben
Vorgängerregierung im Bereich der Lehrerausbildung korrigiert und die Zahl
der Studienplätze wieder deutlich erhöht – davon wird in den nächsten Jahren
auch die Unterrichtsversorgung im Land nachhaltig profitieren.“

Mit Blick auf die Landtagswahl am 15. Oktober erklärt Stefan Politze: „Die
Bürgerinnen und Bürger in Niedersachsen können in knapp drei Wochen
eine Richtungsentscheidung in der Bildungspolitik treffen. Auf der einen Seite
stehen CDU und FDP für eine Umwandlung unserer Schulen in Bildungsfabriken, die Schülerinnen und Schüler lediglich als Ausbildungsmaterial für die Wirtschaft begreifen. Auf der anderen Seite stehen wir als SPD für einen verlässlichen Ganztag, für die inklusive Schule und für ein Bildungssystem, in dem sich unsere Kinder bestmöglich und unter Berücksichtigung ihrer individuellen Stärken entwickeln können.“

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