Für mehr Vertrauen in die Technologie

 

Fracking bei uns? Bernd Westphal, von Svenja Stadler nach Fleestedt eingeladen, warb für mehr Offenheit.

 

„Um die CO2-Reduzierung und damit die Energiewende weiter voranzutreiben, werden wir in den kommenden Jahrzehnten auf Erdgas nicht verzichten können“, sagte jetzt Bernd Westphal, wirtschaftspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, auf einer Veranstaltung zum Thema Fracking in Fleestedt. Eingeladen dazu hatte Svenja Stadler.

 

„Wir sollten daher die Technologien, die zur heimischen Erdgasförderung beitragen, nicht einfach verteufeln“, so Westphal vor den rund 40 Gästen im Fleester Hoff. Den Argumenten der Fracking-Gegner, die der Technik ablehnend gegenüberstehen, machte der SPD-Politiker noch einmal klar, dass Deutschland im Sommer ein Gesetz mit dem weltweit höchsten Schutzniveau verabschiedet habe.  

„Wenn wir nicht selbst die Erdgasförderung in die Hand nehmen, dann benötigen wir die Hilfe von zum Beispiel Russland, um von dort Erdgas zu beziehen“, so Westphal. Der Haken sei nur: die dortigen Standards liegen weit unter denen in Deutschland. Das könne man nicht wahrlich in Erwägung ziehen. Das wäre doch hochgradig fragwürdig. Vielmehr sollten wir Vertrauen in das existierende Fracking-Gesetz haben, in dem nicht zuletzt durch die Einflussnahme der Sozialdemokarten eine recht gute Verbindung von Naturschutz und Rohstoffförderung gelungen sei.

Bernd Westphal warb in Fleestedt für eine Offenheit gegenüber technischem Fortschritt. Man verbaue sich wichtige Zukunftsoptionen, wenn man sich dem verschließe. Gewisse Risiken gingen damit immer einher. Das müsse man akzeptieren in einer Industrienation. „Wirtschaftliche Aktivitäten bedeuten häufig einen Eingriff in die Natur. Beim Fracking haben wir qua Gesetz dafür gesorgt, dass der Eingriff ein transparenter Prozess ist und unter strengen Auflagen geschieht.“

 
    Energie     Umwelt und Nachhaltigkeit
 

 


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