„Es darf keine Privatisierung der Krankenhäuser Buchholz und Winsen geben“, mahnt Svenja Stadler, Vorsitzende der SPD im Landkreis Harburg: 

„Um eine gute und breite Gesundheitsversorgung vor Ort weiterhin zu gewährleisten, müssen diese Kliniken in kommunaler Trägerschaft bleiben. Andernfalls blüht uns das gleiche Desaster wie dem Krankenhaus Geesthacht, wo jetzt aus wirtschaftlichen Gründen die Intensivstation sowie die Abteilungen für Gynäkologie und Geburtshilfe geschlossen wurden.“ 

Die SPD Landkreis Harburg reagiert damit auf eine Veröffentlichung des Hamburger Abendblatts, wonach durch die Übernahme der kaufmännischen Geschäftsführung der Krankenhäuser durch die Oberender AG im vergangenen Herbst eine Privatisierung zu befürchten sei.

„Der Weg in die Privatisierung wäre gleichzeitig der Weg in eine schlechtere, nur auf den ökonomischen Effekt zielende Gesundheitsversorgung in unserer Region“, pflichtet Dr. Marcel du Moulin bei, stellvertretender Vorsitzender der Landkreis-SPD und dort zuständig für den Bereich Gesundheit. 
„Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es bei einer Privatisierung für zwei Gruppen schlechter wird: Mitarbeiter und Patienten. Ich appelliere an die Verantwortlichen, dies zu bedenken und das Wohl der Bürgerinnen und Bürger nicht aus den Augen zu verlieren.“

Es sei zweifellos ein Kraftakt, so Svenja Stadler, und es stehe außer Frage, dass das Gesundheitssystem prinzipiell vor großen Herausforderungen stünde. 

Stadler betont:

Aber das darf nicht zu Lasten der Menschen gehen, die für uns immer im Mittelpunkt stehen, und nicht der wirtschaftliche Aspekt. Die strukturell notwendigen Maßnahmen und Reformen im Gesundheitswesen erfordern Ausdauer und Verständnis. Wenn der Mensch dabei in eine untergeordnete Rolle rutscht, ist das fatal. Eine Privatisierung der Krankenhäuser Buchholz und Winsen muss unbedingt verhindert werden.