Kommunalwahl 2026: Unsere Ideen für den Landkreis Harburg: Zu Hause im Landkreis. Familien stärken.
Mit unserem Kreiswahlprogramm zur Kommunalwahl am 13. September 2026 zeigen wir, wie wir den Landkreis Harburg in den kommenden Jahren gestalten wollen. In unserer Artikelserie stellen wir die wichtigsten Schwerpunkte vor. Dieses Mal geht es um gute Bedingungen für alle Generationen vom ersten Lebenstag über Schule und Ausbildung bis ins hohe Alter.
Unsere Schwerpunkte
Familien von Anfang an begleiten
Mit kreisweiten Willkommenspaketen und Begrüßungsbesuchen wollen wir Eltern frühzeitig erreichen. Die Pakete sollen Informationen zu Krippen- und Kitaplätzen, Kinderärztinnen und Kinderärzten, Beratungsstellen, Vereinen und Behörden enthalten. Gutscheine für den lokalen Handel und örtliche Dienstleistungen können Familien zusätzlich im Alltag unterstützen.
Gerade junge Familien stehen nach der Geburt vor vielen neuen Fragen. Ein Willkommenspaket mit Informationen, Ansprechpartnern und Angeboten vor Ort kann jungen Eltern den Start erleichtern und zeigt, der Landkreis ist für Familien da.
Darüber hinaus wollen wir Familienberatungen besser vernetzen und das Modell freiwilliger Elternschulen aufgreifen. Eltern-Kind-Gruppen, Kurse und niedrigschwellige Beratungsangebote sollen Eltern in unterschiedlichen Lebensphasen zur Seite stehen. Elternlotsinnen und Elternlotsen können dabei helfen, Sprachbarrieren abzubauen und den Zugang zu bestehenden Hilfen zu erleichtern.
Schutz für Frauen und Kinder ausbauen
Wer von häuslicher Gewalt betroffen ist, braucht schnell einen sicheren Ort. Deshalb fordern wir entsprechend der Istanbul-Konvention mindestens 26 Frauenhausplätze im Landkreis Harburg. Schutz und Unterstützung für Frauen, Mädchen und Kinder dürfen weder an fehlenden Plätzen noch an langen Wegen scheitern.
Junge Menschen an Entscheidungen beteiligen
Politik für junge Menschen darf nicht ohne junge Menschen gemacht werden. Deshalb setzen wir uns für ein Kreisjugendparlament mit echten Beteiligungs- und Stimmrechten ein. Kinder und Jugendliche sollen eigene Projekte anstoßen, ihre Sichtweisen einbringen und erleben können, dass ihr Engagement etwas verändert.
Louisa Charlotte Basner, Studentin und Kandidatin für den Kreistag aus Winsen, macht deutlich:
Junge Menschen haben eigene Erfahrungen und klare Vorstellungen davon, was sich im Landkreis verändern muss. Ein Kreisjugendparlament gibt uns die Möglichkeit, nicht nur angehört zu werden, sondern konkrete Vorhaben mitzugestalten. So wird Demokratie früh erlebbar.
Bildungsgerechtigkeit verbessern
Wir wollen Ganztagsangebote an allen Schulen ausbauen und die Integrierten Gesamtschulen weiter stärken. Noch immer erhalten viele Kinder trotz entsprechender Nachfrage keinen Platz an einer IGS. Mehr Schulplätze, kleinere Lerngruppen und eine flexible Förderung schaffen bessere Chancen unabhängig vom Elternhaus oder vom bisherigen Bildungsweg.
Teilhabe in jedem Alter sichern
Auch im Alter sollen Menschen selbstbestimmt und gut eingebunden leben können. Dazu gehören unabhängige Beratungsstellen für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen, eine kommunale Tagespflege und flächendeckende Präventionsangebote gemeinsam mit dem Kreissportbund.
Freilufthallen, zusätzliche Ferienangebote sowie inklusive Jugend- und Seniorenreisen schaffen weitere Möglichkeiten für Begegnung, Bewegung und gesellschaftliche Teilhabe.
Heinz-Dieter Adamczak, Dipl.-Betriebswirt und Kreistagsabgeordneter aus Stelle betont:
Teilhabe darf keine Frage des Alters, des Einkommens oder der persönlichen Einschränkungen sein. Wer sein Leben lang Teil unserer Gemeinschaft war, muss auch im Alter Zugang zu Beratung, Begegnung und gemeinsamen Aktivitäten haben. Dafür brauchen wir Angebote, die erreichbar und bezahlbar sind.
Am 13. September 2026 wird im Landkreis Harburg ein neuer Kreistag gewählt. Dieser Artikel ist Teil einer Reihe zur sozialdemokratischen Politik für unseren Landkreis. Bereits erschienen: Wirtschaft und Wohnen. Im nächsten Beitrag stellen wir unsere Ideen für eine moderne und verlässliche Mobilität im Landkreis Harburg vor.
Weitere Infos zur Kommunalwahl findest Du hier.