Der SPD-Unterbezirk Landkreis Harburg begrüßt die geplante Einführung einer Abgabe auf zuckergesüßte Erfrischungsgetränke. Damit greift die Bundesregierung eine zentrale Forderung der SPD-Bundestagsfraktion auf, für die sich auch unsere Bundestagsabgeordnete Svenja Stadler eingesetzt hat.

Ziel der Maßnahme ist es, den Zuckergehalt in Getränken spürbar zu senken und damit einen Beitrag zur Vorbeugung ernährungsbedingter Erkrankungen zu leisten. Die bisherigen freiwilligen Selbstverpflichtungen der Industrie haben nicht zu den erforderlichen Fortschritten geführt. Internationale Beispiele zeigen hingegen, dass verbindliche Regelungen wirksam sein können.

Dr. Marcel du Moulin, stellvertretender Unterbezirksvorsitzender, erklärt:

Als Kinderarzt sehe ich täglich die Folgen unausgewogener Ernährung – von Übergewicht bis hin zu Verstopfung. Hochverarbeitete Lebensmittel spielen dabei eine große Rolle, dazu zählen auch stark gezuckerte Getränke. In Ländern wie Frankreich oder Großbritannien gibt es entsprechende Abgaben bereits seit Jahren. Das hat dazu geführt, dass viele Getränke dort deutlich weniger süß sind – mit positiven Effekten für die Gesundheit.
Dr. Marcel du Moulin, stellvetretender Unterbezirksvorsitzender
Dr. Marcel du Moulin

Neben der gesundheitspolitischen Wirkung setzt die Maßnahme gezielt bei den Herstellern an. Produkte mit besonders hohem Zuckergehalt sollen stärker belastet werden, während zuckerärmere Rezepturen begünstigt werden.

„Die Zuckerabgabe ist ein sinnvoller Schritt, um Gesundheit zu fördern. Gerade aus kinderärztlicher Sicht wird seit Langem gefordert, dass Lebensmittel insgesamt weniger süß sein sollten,“ ergänzt Dr. du Moulin.

Verbraucherinnen und Verbraucher müssen dabei keine grundsätzlichen Preissteigerungen befürchten: 

Niemand muss sich Sorgen machen, dass Softdrinks automatisch teurer werden. Die Erfahrung zeigt, dass die Hersteller den Zuckergehalt senken, um die Abgabe zu vermeiden. Am Ende bekommen wir auch hierzulande die Produkte, die in Städten wie Paris oder London längst Standard sind.

Die geplante Zuckerabgabe ist daher ein wichtiger Baustein, um langfristig die Lebensqualität zu verbessern und das Gesundheitssystem zu entlasten.